This link has been bookmarked by 1 people . It was first bookmarked on 04 Sep 2008, by Benjamin Jörissen.
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04 Sep 08
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Methodisch wird eine Vorrangstellung innerfilmischer und expliziter Erklärungen postuliert. Die Möglichkeit symptomatischer und impliziter Bedeutungen eines Filmes wird zwar nicht ausgeschlossen, sie sind aber erklärtermaßen nur von wissenschaftlichem Interesse, wenn keine referentiellen und expliziten Bedeutungen auszumachen sind.(9)
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Hiermit wird unterstellt, daß eine rationale, kognitivistische Erklärung eines Phänomens immer auch schon die angemessene und vor allem: erschöpfende ist. Die Produktivität von Relationen zwischen unterschiedlichen Gegenständen und Praktiken, die möglicherweise auch rational (und aus dem internen Zusammenhang) erklärbaren Phänomenen einen neuen Stellenwert und Effekte jenseits des rationalen Zusammenhangs verleiht, wird erst gar nicht in Betracht gezogen. Folglich sollen auch politische Mechanismen nur zur Erklärung herangezogen werden, wenn explizit politische Stellungnahmen vorliegen.(10)
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Deshalb gehen die Cultural Studies davon aus, daß sich – entgegen der Behauptung Carrolls – kein Film 'neutral' gegenüber gesellschaftskonstitutiven Kategorien wie 'race, class, gender' verhält.
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Die Institutionalisierung der Wissenschaft verleiht Autorität und ‘symbolisches Kapital’ über die Institution hinaus. Die Lehre und Ausbildung hat es mit Studierenden zu tun, die ihr Wissen in unterschiedlichen Praxisfeldern anwenden werden; die Forschung (und dies gilt in besonderem Maße für die Medienwissenschaften) übernimmt ihre Fragestellungen immer auch von außerwissenschaftlichen Debatten und Problemdefinitionen: Angesichts solcher 'Verstrickungen' ist der Versuch, die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Massenmedien von politischen Positionen freizuhalten, eher kontraproduktiv
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