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Der achteckige Pool ist mehr als nur ein architektonisches Element – er spiegelt Geschichte, Kultur und symbolische Bedeutung über Jahrhunderte hinweg wider. Über alle Zivilisationen hinweg wurde das Achteck als heilige Form verehrt, die Übergang, Gleichgewicht und spirituelle Harmonie symbolisiert. Übertragen auf Wasserarchitektur, wie Pools, Brunnen oder Bäder, wird es zu einem Raum, in dem Design auf tiefere menschliche Werte trifft.
Historisch reicht die Verwendung der achteckigen Form in Pools bis in die Antike zurück. In der byzantinischen und islamischen Architektur wurden achteckige Pools oft in Innenhöfen und Moscheen errichtet und dienten sowohl ästhetischen als auch rituellen Zwecken. Die geometrische Präzision der achteckigen Form wurde mit göttlicher Ordnung und kosmischem Gleichgewicht assoziiert. So befanden sich beispielsweise in vielen islamischen Gärten achteckige Pools in der Mitte, die das Paradies symbolisierten – einen ruhigen Garten, der von vier Flüssen gespeist wird. Diese Pools dienten nicht nur der Besinnung, sondern auch der spirituellen Reinigung und Kontemplation. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: achtformpool
Im mittelalterlichen Europa tauchte das Achteck häufig in Taufbecken und sakraler Architektur auf und symbolisierte Wiedergeburt und Erneuerung. Die acht Seiten galten als Symbol für den achten Schöpfungstag, eine Zeit jenseits des irdischen Lebens, die ewige Erneuerung markierte. In diesem Sinne dienten achteckige Becken – oft in Klöstern oder Kreuzgängen – als Orte der Besinnung, Reinigung und des Gebets.
Über seine religiöse Symbolik hinaus wurde das achteckige Becken auch zu einem Markenzeichen der Gärten der Renaissance und des Barock. Landschaftsarchitekten wie André Le Nôtre nutzten geometrische Präzision, um Räume zu gestalten, die die menschliche Herrschaft über die Natur widerspiegelten. Das Achteck, an der Kreuzung von Wegen oder Terrassen platziert, brachte Harmonie in die umgebende Landschaft. Seine spiegelnde Wasseroberfläche spiegelte Himmel und Architektur wider und verschmolz die Elemente von Himmel und Erde.